ACO Hochbau

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ACO Fassadenrinnen für barrierefreie Türschwellen

In öffentlich zugänglichen Gebäuden werden grundsätzlich schwellenlose Eingangstüren vorgesehen

Der möglichst niveaugleiche Übergang von Wohnbereichen zu Dachterrassen, zum Balkon oder zur Loggia, sowie der stufenlose Hauseingangsbereich sind kritische, sorgsam zu detaillierende Konstruktionspunkte, da durch Witterungseinflüsse (Schlagregen, Schneesackbildung) sehr schnell Feuchtigkeitsschäden entstehen können. Bereits in der frühen Planungsphase sollten alle Randbedingungen, wie z.B. Aufbaustärken innen und außen, Deckenversprung und Gefälle berücksichtigt werden.

Der schwellenlose Übergang von Gebäuden ins Freie führt oft zu Konflikten mit technischen Vorschriften. Dafür gibt es erprobte Lösungen, die allerdings nicht in allen Punkten richtlinienkonform sind: Durch das Verlegen von äußeren Ablaufrinnen parallel zur Tür kann der Schutz gegen Feuchtigkeit ohne größeren Höhenunterschied zwischen äußerem und innerem Niveau erfüllt werden.

Die Forderungen aus den Richtlinien stehen nicht nur im Widerspruch zu den formulierten Anforderungen an das barrierefreie Bauen, sondern wurden und werden gleichermaßen von zahlreichen Architekten, Hausverwaltungen und Wohnungsnutzern als wenig praktikabel angesehen. Große Schwellenhöhen sind in weiten Kreisen unerwünscht und werden nicht ausgeführt.

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Planung von barrierefreien Türschwellen

Alle Erfahrungen aus dem Bereich der Reduzierung der Anschlusshöhe von 15 cm auf 5 cm sollten genutzt werden. Vorgehensweise bei der Planung von barrierefreien Türschwellen:

 

Zu berücksichtigende Schwerpunkte in der Vorplanung:

  • Höhenplanung des Rohbaues
  • Aufbaustärken innen und aussen
  • Wärmeschutz berücksichtigen
  • Ausführung des Gefälles

 

Allgemein zur Schwellenausbildung:

  • Es ist eine Sonderkonstruktion, die von der Planung vorgegeben werden muss
  • Eine Entwässerungsrinne ist in diesem Bereich zwingend notwendig
  • Die Zustimmung des Bauherren ist bei diesem Anschlussdetail erforderlich
  • Die Koordination zwischen Planer und Ausführenden ist erforderlich

 

Beurteilung einer geplanten Schwellenausbildung:

  • Hydraulische Berechnung einer Entwässerungsrinne muss vorliegen
  • Vorhandensein einer Überdachung, einer geschlossenen Brüstung oder seitlicher Witterungsschutz können unterstützen
  • Ausrichtung und Hauptwindrichtung prüfen und beachten



Beurteilung der Flächendränage:

  • Zu empfehlen ist hier ein aufgeständerter Oberflächenbelag mit min. 3 cm Freiraum zur horizontalen Entwässerung
  • Eine Unterstützung der Kies- oder Splittschicht durch Dränagematten oder Stichkanäle bringen hier bereits eine deutliche Verbesserung
  • Dränageschichten die lediglich aus Splitt oder Kies bestehen, haben die geringste und durch Verschmutzung unsicherste Dränageleistung

 

Gefälle:

  • Ein planmäßiges Gefälle von mindestens 2% aller wasserführenden Schichten
  • Gefälle in jedem Fall abgewand vom Anschlusspunkt
     

 

Abdichtung:  

  • Die Abdichtungshöhe sollte min. bis Oberkante des Rinnensystems geführt werden
  • Die Abdichtung ist gegen ein Hinterlaufen zu sichern
  • Bauseitige Verwahrung der Abdichtung

Dachabläufe:

  • Es sind mindestens 2 Entwässerungsstellen vorzusehen
  • Ein Notüberlauf kann als zweite Entwässerungsstelle herangezogen werden
     

 

 

Entwässerungsrinne:

  • Dimensionierung nach hydraulischer Berechnung unter Berücksichtigung aller Randbedingungen
  • Verlegung über die gesamte Breite quer zur Laufrichtung
  • Maximaler Abstand zum Anschluss der Abdichtung 5 cm
  • Verwendung von beidseitig perforierten Rinnenkörpern 


Abdeckroste:

  • Verwendung von Maschenrosten (Masche 30x10, die längere Maschenweite quer zur Laufrichtung)
  • Mehr als 50% freier Öffnungsquerschnitt
  • Minimale Schlitzweite von 8 mm
  • Ein Schmutzflies unterhalb des Rostes ist in keinem Fall ratsam, durch ein Verstopfen der Masche verliert das ganze System seine Funktion. 

 

Untere Türanschläge und -schwellen barrierefrei:

  • Die Dichtigkeit von unteren Türanschlägen kann durch Verwenden von speziellen Gummiprofildichtungen oder Magnettürdichtungen erreicht werden.
  • Die Abdichtung ist gegen ein Hinterlaufen am Türprofil zu sichern
  • Die Abdichtungshöhe inkl. Türprofil sollte min. bis Oberkante des Rinnensystems geführt werden
  • Maximale Höhe 2cm
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Zusammenfassung

  • Durch eine in der Vorplanung richtig dimensionierte ACO Fassaden- und Terrassenrinne wird die verlorengegangene Anschlusshöhe der Abdichtung wieder hergestellt.


  • Unter Berücksichtigung aller aufgeführten Randbedingungen ist eine barrierefreie Türschwelle auch niveaugleich ausführbar.

 

 

 

Quellennachweis

Wesentliche Inhalte sind in Zusammenarbeit und mit freundlicher Zustimmung des Autors
Herrn Dipl.-Ing. Nils Oster, Ö.B.U.V. Sachverständiger,dem Buch "Schäden an Balkonen" 
aus der Reihe "Schadenfreies Bauen" des Frauenhofer IRB Verlages entstanden.

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