ACO Hochbau

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FAQ - Fragen und Antworten

 

Lichtschächte

 

Lichtschachtmontage

 

Das ist nicht möglich und auch nicht sinnvoll.

Das hat auch damit zu tun, dass ein hochwasserdichtes (HWD) Fenster nach den Prüfungsvorgaben des ift Rosenheim "nur" 24 Stunden wasserdicht sein muss. Danach ist es zulässig, dass begrenzte Wassermengen eintreten. (einsehbar hier)

Weiterhin lässt sich nicht ausschließen, dass ein unachtsames offen stehendes Fensters die "Abdichtungsebene" unterbricht und somit Wasser eindringt.

Das Fenster darf folgerichtig nicht als dauerhafte Abdichtung einer Kellerwand angesehen werden.

Als Sicherung gegen anstehendes Wasser ist deshalb immer ein druckwasserdicht montierter Lichtschacht zu verwenden. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um aufstauendes Sickerwasser oder um dauerhaft anstehendes Grundwasser handelt.

Letztendlich ist ein HWD-Fenster nicht für dauerhaft anstehendes Wasser ausgelegt, sondern für Ereignisse, die im Vorfeld nicht bekannt und somit nicht einzuplanen sind (Hochwasser, kurzzeitige Überflutung).

 

Bei der üblichen Bauweise eines im Erdreich verbauten Bauwerks wird die Abdichtung durch die Wand selbst (wasserundurchlässige Betonwand) oder durch eine separate Abdichtungsschicht (Anstriche, Bahnen, Folien etc.), die auf der Rohbauwand angebracht wird, sichergestellt. Eine eingeplante erdberührende Dämmung sitzt dann i.d.R. immer vor dieser sogenannten "Abdichtungsebene".

Folgerichtig kann auf einer üblichen Perimeterdämmung keine druckwasserdichte Anbindung von weiteren Bauteilen, wie Lichtschächte, stattfinden.

Die Montage müsste immer direkt auf der Abdichtungsebene bzw. an der Wand stattfinden. Eine gewünschte Dämmung ist nur im Nachgang und sehr aufwändig aufzubringen, zudem wird dieser Bereich wärmetechnisch geschwächt (Wärmebrücken).

Hier bietet sich unser druckwasserdichter Therm® Block an. Der durch eine umlaufende geschlossenen Wanne geschützte "Dämmblock" wird als erstes druckwasserdicht an das Bauwerk angebunden. Im Nachgang ist dann eine dichte Anbindung eines Lichtschachtes ohne Probleme und Wärmeverluste auf dieser kontrolliert abgedichteten Dämmung möglich.

 

Bei der begehbaren Version eines Lichtschachtes werden ca. 150 kg an Belastung angenommen. Bei einer befahrbaren Ausführung sind das bereits 900 kg an simulierter Radlast. Das Befestigungsmaterial muss folgerichtig die höhere Belastung abtragen können.

Direkt an der Wand montiert ist das noch relativ unproblematisch.

Bei einer Montage auf Dämmung entstehen allerdings erheblich größere Kräfte in Form von Biegemomenten, da die Dämmung streng genommen nicht als tragende Schicht angerechnet werden darf (je dicker die Dämmung, desto höher die Hebelwirkung).

ACO bietet deshalb die Befahrbarkeit eines Lichtschachtes auf Dämmung nur in Verbindung mit einem Therm® Block an. Nur so kann unter Beachtung der Einbauvorgaben eine sichere Konstruktion gewährleistet werden.

 

Grundsätzlich ist es zu empfehlen, Lichtschächte (rückstaugesichert) an ein geschlossenes Entwässerungssystem anzuschließen.

Die örtlichen Gegebenheiten oder Vorschriften sollten allerdings nicht außer Acht gelassen und vom Planer objektbezogen untersucht werden.

 

Die Handhabung eines Kunststofflichtschachtes bietet vor allem bei der Montage große Vorteile.

  • Das Bauteil erfordert durch sein erheblich geringeres Eigengewicht beim Versetzen kein schweres Baustellenfahrzeug (Kran etc.).
  • Durch die Optimierung der Geometrie und materielle Beschaffenheit fällt u.a. das Tageslicht besser ein (weiße und reflektierende Oberfläche).
  • Die druckwasserdichte Anbindung wird vereinfacht (Flanschkonstruktion an der Wand).
  • Eine nachträgliche Höhenverstellung wird ermöglicht (neuartige Höhenverstellung des 60er ACO Lichtschachtes).

Öffentlich zugängliche Bereiche sind kritisch und deshalb von ACO genauer zu betrachten. In Fahrtrassen von Lastfahrzeugen können keine Lichtschächte aus Kunststoff verbaut werden.

 

Nein, um einen Lichtschacht im Nachhinein druckwasserdicht zu machen, muss der Lichtschacht abgebaut und mit dem Befestigungssystem Profix und Dichtfix neu an der Wand montiert werden. Etwas um den Lichtschacht "herumzuschmieren" reicht nicht aus.

 

Rein konstruktiv gesehen, ergibt sich ein Spalt zwischen Wand und Rost von ca. 20 bis 25 mm.

Praktisch kann das aber etwas variieren. Das ist in gewisser Weise vom vorhandenen Wandaufbau und der Montage des Lichtschachtes abhängig (Montage Standard/DWD, Abdichtung, Putzauftrag etc.).

 

Nein, Abdeckungen aus ESG Glas gibt es nur in den Abmessungen 480x950mm, 480x1220mm, 480x1500mm, 680x1220mm, 680x1500mm. Für kleinere Tiefen kann man die ESG Abdeckung etwas höher anbringen und den Winkel zur Wand verkleinern.

 

 

Aufstockelemente für Lichtschächte

 

Die neuen Aufstockelemente (ASE) werden nur noch bei Bedarf an der Wand befestigt.

Dadurch ist es möglich, vorhandene Fassadenversprünge durch einfaches Schneiden bzw. Ausklinken der seitlichen Schenkel auszugleichen.

Ein einzelnes Element bzw. höhenverstellbares ASE wird im Normalfall nur noch an der Lichtschachtrostauflagerkante verschraubt. Die erforderlichen Bohrungen am Lichtschacht sind bei den neuen 60ern Modellen bereits integriert.

Alles notwendige Befestigungsmaterial wird mitgeliefert. Sollte die Wandbefestigung eines fixen ASE erforderlich sein, könnte diese auch im Bereich einer Dämmung erfolgen (siehe EBA).

 

Die druckwasserdichte Montage eines ACO Aufstockelementes (ASE) steht vor der Markteinführung.

Soll die druckwasserdichte Anbindung allerdings auf einer Dämmung erfolgen, so ist das nur in Verbindung mit einem druckwasserdicht montierten ACO Therm® Block möglich.

Dabei muss auch die komplette Anlage (Lichtschacht + ASE) auf der Montageplatte montiert werden, praktisch endet somit die Druckwasserdichtigkeit auf der Höhe Oberkante Block. Hier bietet sich sinnvollerweise dann die längere Version des Blocks an (H= 1,70 m).

 

Ein einzelnes Aufstockelement (ASE) wird im Normalfall nur noch an der Rostauflagerkante des Lichtschachtes verschraubt.

Das Befestigungsmaterial für die Standardmontage beinhaltet alle für die Montage notwendigen (kurzen) Schrauben.

Je nach Erfordernis kann eine notwendige Verschraubung der fixen ASE an der Wand mit den zusätzlichen (langen) Sechskantschrauben incl. Dübel, an einer Dämmung mit den im Set enthaltenen Spiraldübeln erfolgen.

 

Mit der Einführung unserer neuen 60er Lichtschächte sind keine Aussteifungsrahmen mehr erforderlich.

 

 

Nein, eine Kompatibilität mit Lichtschächten anderer Hersteller können wir nicht garantieren. ACO hat sein eigenes Lichtschachtsystem. Die Aufstockelemente sind millimetergenau an das ACO Lichtschachtsystem angepasst.

 

 

Kellerschutz

 

Der Schutz eines Gebäudes vor eindringendem Wasser erfordert Maßnahmen, die nicht nur auf dem Bauteil Lichtschacht beschränkt sind.

ACO bietet daher umfassende Systemlösungen an. Das Kellerschutzsystem, bestehend aus dem Therm® Block, hochwasserdichten* Leibungsfenster, druckwasserdichten Lichtschacht mit sicherer Lichtschachtentwässerung und Rückstauautomaten garantiert helle, trockene und warme Kellerräume. (*gemäß ift-Richtlinie FE-07/01, siehe Prüfberichte)

Egal ob Neubau oder Sanierungsfall, je nach anstehenden Belastungsfall sorgen die verschiedenen Systeme im Einzelnen oder in Kombination dafür, dass der Keller bestens gesichert und wasserdicht ist, bevor der nächste Starkregen kommt.

Das ACO Kellerschutzsystem wird anschaulich auf www.kellerschutz.de erklärt.

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