ACO Hochbau

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Rückstausysteme

FAQ - Fragen und Antworten

 

Rückstausysteme

 

Rückstauverschlüsse schotten die Rohrleitung sowohl gegen rückstauendes Wasser als auch gegen abfließendes Abwasser ab. Sind bei einem fehlerhaften Einbau die Ablaufstellen oberhalb der Rückstauebene über einen Rückstauverschluss geführt, hat das im Fall eines Rückstaus eine Selbstüberflutung zur Folge. Daher sind Fallleitungen immer in Fließrichtung hinter Rückstausicherungen anzuschließen.

Rückstauverschlüsse können bei Erfüllung aller folgenden Kriterien verwendet werden:

  •  Entwässerungsgegenstand hat ein Gefälle zum Kanal
  • Auf die Nutzung der Ablaufstelle muss bei Rückstau verzichtet werden können
  • Die zu sichernden Räume müssen von untergeordneter Nutzung sein
  • Eine Gesundheitsgefährdung von Bewohnern ist bei Überflutung nicht gegeben
  • Wesentliche Sachwerte sind bei Überflutung nicht gefährdet
  • Der Benutzerkreis muss klein sein und diesem muss ein WC oberhalb der Rückstauebene zur Verfügung stehen

Sollte eines dieser Kriterien nicht erfüllt sein, ist es zwingend notwendig eine Hebeanlage einzubauen.

 

Grundsätzlich liegt die Verantwortung zum Schutz gegen Rückstau aus dem öffentlichen Kanalnetz beim Bauherren und Hauseigentümer, was auch i.d.R. in den Ortssatzungen verankert wird. Die Kommunen können somit nicht haftbar gemacht werden.

Der Einbau selbst liegt erstmal in der Gewährleistung eines Bauunternehmers bzw. Handwerkers, dieser hat für eine ordnungsgemäße und vertragsgerechte Beschaffenheit des Werks zur Zeit der Abnahme einzustehen.

Die Haftung für Installationsmängel trägt allein der Installateur. Er kann sie nicht auf den Auftraggeber übertragen, auch wenn dieser, z.B. aus Kostengründen, ein Produkt eingebaut haben möchte, das nicht den anerkannten Regeln der Technik entspricht.

Die Kontrolle und Prüfung von Rückstauverschlüssen vor Ort sollte nach DIN 13564-1 und DIN 1986-3 zweimal im Jahr von sachkundigem Personal und im Falle von Rückstauverschlüssen des Typs 3 von fachkundigem Personal durchgeführt werden. Falls erforderlich, sind geeignete Wartungsmaßnahmen durchzuführen, um die Anforderungen an die Dichtheit zu erfüllen.

Fäkalienhebeanlagen sind gemäß E-Norm 12056-4 zu warten:

  • einmal im Kalenderjahr bei Anlagen in Einfamilienhäusern
  • zweimal im Kalenderjahr bei Anlagen in Mehrfamilienhäusern
  • viermal im Kalenderjahr bei Anlagen in gewerblichen Betrieben

 

Rückstauverschlüsse schotten die Rohrleitung sowohl gegen rückstauendes Wasser als auch abfließendes Abwasser ab.

ACO Triplex-Rückstauverschlüsse mit einer Rückstauklappe können für Regenwassernutzungsanlagen verwendet werden.

Bei fäkalienfreiem Abwasser (Grauwasser) sind Rückstaudoppelverschlüsse mit selbstständig schließenden Rückstauklappen einzusetzen.

Immer wenn gegen fäkalienhaltiges Abwasser (Schwarzwasser) zu sichern ist, müssen Fäkalienrückstauautomaten (Typ 3F) verbaut werden. Dabei sind aber die bereits oben genannten Kriterien zu erfüllen.

Für einen bestmöglichen Schutz eines Gebäudes sorgen Hebeanlagen. Diese sind auch in den besonderen Fällen einzuplanen, wo Rückstauautomaten nicht zulässig sind. Diese sind nach den unterschiedlichen Abwasserarten auszulegen (Grau- oder Schwarzwasser), zudem ist die Anlage anhand der anfallenden Wassermenge und der geplanten Rohrvernetzung zu dimensionieren.

 

Das Modul wird eingesetzt, um eine Alarmmeldung auch bei einem Ausfall der Netzspannung zu erhalten. Die Signalanlage eignet sich zur Ergänzung der ACO Schaltgeräte und ist im standardmäßigen Lieferumfang nicht enthalten.

Es stehen ein potentialfreier Kontakt zur Anbindung an Fernwirksysteme, sowie ein Ausgang zum Betrieb von Signalgebern zur Verfügung. Der interne Akku wird automatisch geladen.

Die Rückstauebene ist die höchste Ebene, bis zu der das Abwasser in der Entwässerungsanlage ansteigen kann, das ist in der Regel bis zur Straßenoberkante. Ab dieser Höhe verteilt sich rückstauendes Abwasser auf der Oberfläche im Gelände. Die Rückstauebene ist in der Ortssatzung definiert.

Räume unterhalb der Rückstauebene werden überflutet, indem das Abwasser durch Bodenabläufe, Duschen oder WC austritt. Erhebliche Sach- und Vermögensschäden entstehen.

 

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